Konsum in Zeiten «frugaler Innovationen»

Gastkommentar von Cornelius Herstatt in der Neuen Zürcher Zeitung vom 10. Juni 2015

„Produkte werden immer komplexer. Das stört Konsumenten, die kein Geld für Funktionen ausgeben wollen, die sie als unnötig erachten. Firmen reagieren darauf und üben sich in «frugalen Innovationen».“

Auf nzz.ch weiterlesen….

Interview: „Marktgerechte Produkte werden immer wichtiger“

Prof. Dr. Cornelius Herstatt and Dr. Rajnish Tiwari, co-founders of the Center for Frugal Innovation, were interviewed by Insight Asia Pacific, the house magazine of  OAV – German Asia Pacific Business Association, a renowned institution that, in its own words, „strives to promote stronger bilateral economic relationships between Germany and the Asia-Pacific region. Through its extensive corporate and institutional network, the OAV supports German companies and their ambitions in the Asia-Pacific region.“

The German-language interview spread over two pages was published in the issue 01/2015. The questions covered issues such as the reasons behind creation of R&D centers by German firms in Asia and the opportunities and challenges associated with them, the question of patents and the safety of intellectual property rights, and the potential of frugal innovations in the emerging economies of Asia. A PDF version of the interview is provided here with the kind permission of the publishers.

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A case of frugal organizational innovation in governance!?

By: Rajnish Tiwari

Just noticed an interesting news item from India in The Economic Times of Oct. 22, 2014. The government has decided to put all replies to queries filed under the „Right to Information“ (RTI) act online so that not only the person/organization having filed the query receives the information, but any interested person worldwide.

According to the report:

„Starting next month [i.e. Novemebr 2014], all replies given under RTI by ministries will be posted online, available for access to all and not just to persons seeking the information. This will mean unprecedented scale of disclosure and cheer transparency advocates […]. Until now, only the person filing the RTI application seeking replies from a ministry or a government department would get the reply and that too mostly via post.“

I imgaine that this move could be proably seen as a frugal innovation – an organizational innovation in the sense of the OECD/Eurostat definition of what an innovation is. By employing a high-tech/Internet-based solution the govt. can combat corruption while being able to dissemniate relevant information of public interest worldwide for almost no additional costs.

Read the complete news report: „Narendra Modi government takes RTI to another level: All replies to be put online“ (Oct. 22, 2014), accessed: Nov. 2, 2014.

TUHH-Artikel: „Mit bescheidenen Mitteln effiziente Lösungen finden“

Auf dem Weg hin zur Entwicklung frugaler Produkte begleiten TUHH-Wirtschaftswissenschaftler interessierte Unternehmen

Frugal. Was der Duden dazu schreibt

„Frugal leitet sich her aus dem Lateinischen. Frugalis bedeutet zu den Früchten gehörig und fruchtig. Im Alltag bezieht sich das eher selten genutzte Adjektiv im Besonderen auf das Leben allgemein, Essen und Trinken, das als frugal beschrieben durch Einfach- und Bescheidenheit besticht. Als mögliche Synonyme bietet der Duden u.a. an: anspruchslos, ärmlich, armselig, bescheiden, einfach, genügsam, karg, kärglich, kümmerlich, puritanisch, schlicht, spärlich, spartanisch.“

Weniger ist mehr. Diese Lebensphilosophie der Bescheidenheit ist auf dem Weg zu einem erfolgversprechenden Verkaufsmodell in Schwellenländern wie Indien und China. Mit einfachen, aber guten, sprich frugalen Produkten, wollen sich deutsche Unternehmen in Schwellenländern positionieren. Bisher jedoch gelingt es nur wenigen von ihnen, ihre gewohnt hohen Qualitätsstandards zu reduzieren und mit einem erschwinglichen und gleichzeitig funktionalen, robusten Produkt Kaufinteresse zu wecken.

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„Reverse innovation“: Gemacht für Indien, verkauft in Europa

>> „Reverse innovation“ Gemacht für Indien, verkauft in Europa << unter dieser Überschrift schreibt Holger Paul (Wirtschaftsredakteur bei FAZ) einen hoch interessanten und lesenwerten Artikel, in dem es auch um frugale Innovationen geht, denn die Schnittmenge zwischen den beiden Konzepten ist zur Zeit ja recht groß. Paul schreibt im Teaser:

„Die Anforderungen an Medizinprodukte sind auf vielen Märkten unterschiedlich. Produkte, die speziell für Schwellenländer produziert werden, finden auch im Westen überraschend viele Abnehmer.“ []

Unsere Forschung zur Entstehung von sog. Leit- bzw. Vorreitermärkten in den Schwellenländern kann diese Entwicklung bestätigen. Lediglich sollte man im Klaren sein, dass es nicht nur um die „Produktion“ sondern auch die Entwicklung entsprechender Produkte (also Innovation) geht!

Wir freuen uns daher auch, dass auf unserem Symposium zum Thema „Mastering the Frugal Challenge: Innovating for Global Growth through Affordable Solutions“ (am 19.11.2013 in Hamburg) mit GE und Siemens gleich zwei der hier erwähnten Unternehmen mit hochkarätigen Referenten vertreten sind.

Kommentar von: Rajnish Tiwari